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Eine Segelwoche ab Split: Freiraum für die Pakleni-Inseln

Unser Routenvorschlag für eine Segelwoche ab Split verbindet Trogir, Stari Grad, Komiža und Hvar und sieht Zeit zum Baden rund um die Pakleni-Inseln vor. Welche Stopps sinnvoll sind, hängt vom Wetter, der Etappenplanung und der vereinbarten Rückkehrzeit am Freitag ab.

Es lohnt sich, den Donnerstag freizuhalten. In unserem Vorschlag für eine Segelwoche ab Split ist er für eine Pause rund um die Pakleni-Inseln vorgesehen: zum Baden, für Zeit an Bord oder einen Besuch in Hvar-Stadt, ohne eine weitere längere Etappe einzuplanen. Damit dieser Freiraum bleibt, müssen die vorherigen Stopps und die Rückkehr zur Basis am Freitag darauf abgestimmt sein.

Die Route verbindet Split, Trogir, Stari Grad, Komiža und Hvar. Anreise und Bootsübernahme sind am Samstag vorgesehen, abgelegt wird am Sonntag. Ausgangspunkt ist eine Charterbasis direkt in Split. Wenn ihr in Trogir oder einer anderen Marina im Raum Split startet, passt die Reihenfolge gemeinsam mit eurem Skipper an, statt dieselbe Runde unverändert zu übernehmen.

Die wichtigste Frage lautet: Wie viel möchte eure Crew unterwegs sein? Wenn ihr alle genannten Orte besuchen wollt, bietet dieser Vorschlag eine Grundlage für eure Planung. Stehen Baden und Erholung im Vordergrund, gewinnt ihr Zeit, indem ihr Trogir vor oder nach der Charterwoche besucht oder Komiža für einen anderen Törn aufhebt. Auch mit weniger Stopps ist die Woche eine runde Sache.

Blick von einer steinernen Festungsterrasse auf eine Küstenstadt mit roten Dächern, einen Hafen voller Boote und niedrige, grüne Inseln vor der Küste.
Festungsmauern rahmen den Blick auf die Stadt, den Hafen und die vorgelagerten Inseln.

Eine Charterwoche bedeutet nicht sieben volle Segeltage

„Sieben Tage“ meint hier eine einwöchige Charter einschließlich Anreise, Bootsübernahme und Abreise – nicht sieben volle Tage auf See. Üblich sind der Check-in am Samstag und der Check-out am darauffolgenden Samstag. Veröffentlichte Unterlagen von Charterunternehmen nennen beispielsweise Bootsübergaben am späten Nachmittag. Verbindlich sind jedoch die Zeiten eurer Buchung.

Besonders wichtig ist die Rückkehrzeit am Freitag. Ein Charterunternehmen in Split verlangt, dass die Boote für eine Unterwasserkontrolle mindestens eine Stunde vor Sonnenuntergang zurück sind; vorher muss bereits getankt worden sein. Haltet die Rückkehrfrist aus eurer eigenen Buchung ein. Der Check-out folgt am Samstagmorgen. „Freitagabend“ bedeutet nicht, dass eine Ankunft bei Sonnenuntergang ausreicht.

TagRoutenvorschlagSchwerpunkt
SamstagAnreise nach Split; Übernachtung an der BasisBootsübernahme, Proviant und Einrichten an Bord
SonntagSplit–TrogirErste Etappe und Zeit in der Altstadt
MontagTrogir–Stari GradÜberfahrt und ein Abend ohne Zeitdruck
DienstagStari Grad–KomižaNur bei geeignetem Wetter und passenden Liegeplatzmöglichkeiten
MittwochKomiža–Pakleni-InselnZurück Richtung Hvar; Baden, wenn Bedingungen und Zeit es erlauben
DonnerstagPakleni-Inseln und Hvar-StadtBaden, Erholung und auf Wunsch ein Stadtbesuch
FreitagRückkehr nach SplitTanken und Einhalten der vereinbarten Rückkehrzeit
Darauffolgender SamstagCheck-outBootsrückgabe zur vereinbarten Zeit

Versteht diese Route als Vorschlag, nicht als festen Fahrplan. Lasst jede Etappe und jeden Übernachtungsplatz von eurem Skipper auf die Eignung für Boot, Crew, Wettervorhersage und Liegeplatzsituation prüfen. Wie lange eine Etappe dauert, hängt von der genauen Basis, der sicher befahrbaren Route und dem Boot ab. Plant die einzelnen Tage anhand dieser Angaben statt mit pauschalen Zeitansätzen.

Samstag und Sonntag: erst Split, dann Trogir

Nutzt den Anreisetag, ohne ihn zu überfrachten. Übernehmt das Boot in Ruhe, macht euch mit Ausrüstung und Sicherheitseinrichtungen vertraut, verstaut den Proviant und klärt den Ablauf der Rückgabe. Wenn ihr an der Basis bleibt, könnt ihr am Sonntagmorgen gut vorbereitet ablegen, statt am Samstag noch unter Zeitdruck auszulaufen.

Bleibt nach der Übergabe Zeit für einen Landgang, bietet sich Splits historischer Stadtkern mit dem Diokletianpalast für einen kurzen Besuch an. Er gehört zum UNESCO-Welterbe, muss deshalb aber nicht zum ausgedehnten Besichtigungsprogramm am Anreisetag werden. Wie viel ihr euch anschaut, hängt einfach von der verfügbaren Zeit ab.

Für Sonntag ist Trogir vorgesehen. Im erhaltenen historischen Stadtkern könnt ihr bei einem Rundgang Bauten aus Romanik, Gotik, Renaissance und Barock entdecken. Die Altstadtgassen und die Kathedrale des heiligen Laurentius sind gute Gründe für einen Landgang, ohne den Nachmittag mit festen Terminen zu füllen.

Hier steht die erste Abwägung an. Plant Trogir als Übernachtungsstopp ein, wenn eure Crew Zeit in der Stadt verbringen möchte. Soll die Woche vor allem mehr Ruhe rund um die Inseln bieten, könnt ihr Trogir stattdessen vor oder nach dem Törn besuchen. Das verändert unsere vorgeschlagene Route, lässt aber durch weniger Ortswechsel mehr Zeit zum Baden und Erholen.

Montag: den Abend in Stari Grad unverplant lassen

Räumt der Etappe von Trogir nach Stari Grad genügend Zeit ein, statt bei noch unklarer Ankunftszeit ein umfangreiches Landprogramm anzuhängen. Sobald das Boot sicher liegt, reichen vielleicht ein Spaziergang und ein Abendessen. Ein unverplanter Abend lässt außerdem Zeit, die Wettervorhersage für Dienstag gemeinsam durchzugehen, ohne dass alle schon zum nächsten Programmpunkt müssen.

Der Sportboothafen von Stari Grad liegt im Ortszentrum neben dem Tvrdalj von Petar Hektorović. Für eine Segelcrew ist diese Lage praktisch: Ein Landgang muss hier nicht gleich zum gesonderten Ausflug werden.

Stari Grad und Hvar-Stadt sind zwei verschiedene Orte auf der Insel Hvar. Wer beide einplant, hat zwei Gelegenheiten für einen Stadtbesuch – doch keiner der Besuche muss einen ganzen Tag beanspruchen. Wenn ein Teil der Crew auf Erkundung gehen möchte und andere lieber an Bord bleiben, lasst Raum für diese unterschiedlichen Wünsche, statt jeden Ausflug zum Pflichtprogramm zu machen.

Dienstag: Passt Komiža zur Wetterlage?

Komiža solltet ihr besonders konsequent unter Vorbehalt einplanen. Der Tourismusverband Vis weist darauf hin, dass die Bucht von Komiža westlichen und südwestlichen Winden ausgesetzt ist, und warnt vor schwierigen Bedingungen bei Süd- und Südwestwind. Betrachtet Komiža deshalb nicht als einen Übernachtungsplatz, der bei jedem Wetter Schutz bietet.

Prüft vor dem Ablegen in Stari Grad sowohl die Hinfahrt als auch die Rückfahrt Richtung Hvar am nächsten Tag und die tatsächlich verfügbaren Möglichkeiten zum Festmachen. Ruft vor dem Auslaufen und während der gesamten Woche die Seewetterberichte und Warnungen des kroatischen Wetterdienstes DHMZ ab. Entscheidend sind die Bedingungen für beide Etappen und die Nacht dazwischen, nicht nur das Wetter beim Ablegen.

Wenn Wetter und Liegeplatzaussichten für den Besuch sprechen, plant den Dienstag hauptsächlich für die Überfahrt ein; nach dem sicheren Festmachen bleibt Zeit für einen Landgang. Andernfalls lasst Komiža aus und passt die Route rund um Hvar gemeinsam mit eurem Skipper an. Das Wohlbefinden der Crew und eine ausreichende Zeitreserve für die Rückkehr sind wichtiger, als jeden Ortsnamen auf dem Plan abzuhaken.

Kleine Boote im türkisfarbenen Hafenwasser vor steinernen Gebäuden am Ufer, einem quadratischen Uhrturm und einem steilen grünen Hang.
Kleine Boote liegen am Ufer vor Steinbauten und einem quadratischen Uhrturm.

Mittwoch und Donnerstag: Zeit für die Pakleni-Inseln

Am Mittwoch führt die vorgeschlagene Route von Komiža zurück in Richtung Pakleni-Inseln. Nach der Ankunft bleibt vielleicht Zeit zum Baden, sofern die Bedingungen und der gewählte Liege- oder Ankerplatz es zulassen. Legt euch darauf nicht so fest, dass die Crew auf der Überfahrt unter Zeitdruck gerät.

Den Donnerstag solltet ihr von zusätzlichen Zielen freihalten. Baden, eine Mahlzeit ohne Zeitdruck und Zeit an Bord können das ganze Programm sein, ergänzt um einen Besuch in Hvar-Stadt, wenn ihr möchtet. Erholung bekommt eher ihren Platz in der Woche, wenn ihr sie bewusst einplant, statt auf einen zufällig freien Nachmittag zu hoffen.

Buchten der Pakleni-Inseln.

Palmižana ist ein möglicher Ausgangspunkt, um Zeit auf den Inseln mit einem Stadtbesuch zu verbinden. Laut ACI liegt die Marina auf Sveti Klement in den Pakleni-Inseln; der Betreiber nennt nahe gelegene Buchten, Strände und Taxibootverbindungen nach Hvar-Stadt. Damit müsst ihr für einen Stadtbesuch nicht unbedingt einen Liegeplatz direkt an Hvars Uferpromenade einplanen.

Klärt, ob Palmižana in eurer Törnwoche geöffnet ist und welche Liegeplätze verfügbar sind. Fragt auch nach möglichen Kapazitätseinschränkungen und erkundigt euch vor Ort nach den Transfermöglichkeiten. Für einen Badestopp braucht ihr ebenfalls einen Platz, der zu eurem Boot und den aktuellen Bedingungen passt. Für keine der hier erwähnten Buchten ist ein geschützter Ankerplatz garantiert.

Wenn eure Crew einen Nachmittag an Land verbringen möchte, nehmt euch diese Zeit für Hvar-Stadt. Reizen euch Baden und Lesen an Bord mehr, bleibt der Stadtbesuch eine Option. An diesem Punkt sollte die Route euch weniger Gründe geben, auf die Uhr zu schauen – und keine neue Liste, die noch abgearbeitet werden muss.

Freitag: von der Rückkehrzeit aus rückwärts planen

Plant den Freitag ausgehend von der Rückkehrfrist des Charterunternehmens. Berücksichtigt dabei die Etappe, den vorgegebenen Ablauf beim Tanken und die Formalitäten bei der Ankunft. Ein letztes Bad ist optional. Die rechtzeitige Rückkehr nach Split ist es nicht.

Klärt vor der Bootswahl die Punkte, die eure Woche bestimmen: Ausgangsbasis, Übergabezeiten, Rückkehrfrist am Freitag, Tankvorgaben und Schlafplätze an Bord. Wenn ihr ohne gebuchten Skipper chartert, helfen euch unsere Ratgeber zur Bareboat-Charter bei der praktischen Vorbereitung.

Der Samstagmorgen bleibt dann für Check-out und Abreise. Vielleicht habt ihr alle vorgeschlagenen Stopps erreicht. Vielleicht habt ihr Trogir vor oder nach den Segeltagen besucht und Komiža für eine andere Woche aufgehoben. Ob die Route zu euch gepasst hat, zeigt sich an der Pause am Donnerstag: Hattet ihr Zeit zum Baden, für einen Landgang oder einfach zum Bleiben, ohne die Zeitreserve für die Rückkehr am Freitag anzutasten, hat sie ihren Zweck erfüllt.